Siegerlandblues Nachlese

Nach langer Pause hatten wir am 08.Oktober 2011 wieder die Möglichkeit Julian Sas und Band live zu erleben.

Nach langer Fahrt durch das herbstliche Bergische Land  vorbei am Sauerland erreichten wir das Siegener Industriegebiet rund um das Belle Epoque bei kühlen 4°C

Das Belle Epoque, eigentlich ein Grieschiches Restaurant, veranstaltet in unregelmäßigen Abständen hier Rock und Blueskonzerte der besonderen Art.  Der Speiseraum wird entstuhlt und mutiert dann zum Bluestempel.

So sollte es auch heute sein, und zum 30jährige Bestehen der Lokalität hatte man sich Julian Sas und Band ausgesucht.

Julian Sas

Ein paar Minuten nach 20 Uhr bahnten sich die Drei denn auch ihren Weg durch die brechend volle Location.

Gewohnt routiniert startete Julian mit einem furiosen Slide Stück auf seiner Open E gestimmten Firebird, wechselte dann zu seiner PK Strat und sorgte mit Resurrection gleich für den ersten Höhepunkt des Abends. Rob Heijne startete diesen Song mit seinem Trommelwirbel und verschaffte somit Julian die nötige Zeit zum Gitarrenwechsel.

Im Anschluß ließ man es etwas ruhiger angehen, mit ‚A Light In The Dark’ kam für mich persönlich der erste Höhepunkt des Abends. Dieser sollte aber noch mehrfach getoppt werden.  Durch Julians Interpretation von  Muddy Waters ‚County Jail‘  wurden die Blueser im Publikum vollends in den Bann gezogen.

Nach ca. 30 minütiger Pause ging es mit treibenden Bluesrock weiter der über ‚Supercup Boogie’ weiter die Stimmung antrieb.

Hier kam dann auch einer der Besitzer des Belle Epoque, Soto, mit einer andauernden Showeinlage alà  Bobby Farrell von Boney M. auf die Bühne, die er auch nicht mehr verlassen wollte.

Julian & TennyWie gut sich die Band versteht sah man als Julian Sas und Bassist Tenny Tahamta sich quasi vis à vis die Töne zuspielten und Soto in Extase trieben.  Waren es draussen nur 4 Grad so erreichte das Belle Epoque hier und heute tropische Temperaturen.

Mit ‚Shadow Play’ huldigte Julian seinem Mastermind Rory Gallagher und ließ das Ending von Rorys Song furios in das Intro zu Jimi’s Hey Joe übergehen.  Nach der Ankündigung ‚We have time for one more song’ wurde mit ‚The Devil Got My Number’ der vorläufige Schlusspunkt gesetzt.

In der Zugabe kam dann mit Julians umgebaute Gretsch Gitarre zum Einsatz.. ‚Bulfrog Blues’ beendete den Abend nach fast 2 ½  Stunden reiner Spielzeit der 3 Mannen kurz vor Mitternacht.

 

Fazit:

Die Band gehört ohne Zweifel zu den Besten  Blues und BluesRock Interpreten die man sich live ansehen kann. Mit einer Bandbreite von Blues über Boogie, Rock’n Roll bis BluesRock braucht sie keine Vergleiche mit kommerziell erfolgreichern Bands aus den Staaten zu scheuen. Vielleicht ist das gerade der große Reiz den die Band versprüht. 1st Class BluesRock gepaart mit Bodenständigkeit und keinerlei Star oder Top Of The Pop Gehabe.

 

Photos von dem Konzert gibt es hier bei BluesPhoto.de

2 Responses to “Siegerlandblues Nachlese”

  1. mariposa sagt:

    Ein gelungener Abend!!!
    Feeling stimmte.

  2. Es war ein absoluter Höhepunkt in der Konzert-Tradition des Belle Epoque.
    Das Belle Epoque ist übrigens in erster Linie eine Musikkneipe, die sich deutlich von anderen Kneipen, wo „nur“ Musik aus der Konserve kommt, abhebt.
    Das musikalische Angebot wird durch eine griechische Speisekarte abgerundet 🙂

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