Wiedergeburt der Klaus ‚Major‘ Heuser Band

In den letzten zwei Jahren hatte uns Richard Bargel und Klaus Heuser mit ihrer Interpretation des Blues manchen kurzweiligen Abend geschenkt. Nach dem plötzlichen Hörsturz von Richard und dem daraus  resultierenden Rückzug aus dem Bereich elektrischer Bluesmusik sah es so aus als ob dieses vielversprechende Projekt ein jähes Ende gefunden hätte. 

Ende 2012 startete man aber neu.

Die Backline aus Sascha Delbrouck am Bass und Marcus Rieck an den Drums blieb wie gehabt, mit Thomas Heinen fand man einen Sänger und Gitarristen der zur Band passen sollte und  Markus Kraus würde in die Tasten des Keyboard greifen.

Dass die Band fleißig geprobt hat, das es sich bei allen fünf um erfahrene Musiker handelt und das diese Mannen Spaß an dem haben was sie auf der Bühne produzieren merkten wir am 24. Januar im Bonner Pantheon bereits nach den ersten Takten.

Mit den Stücken die man für das neue Album geschrieben hat, und mit denen die Band momentan im Studio ist, griffen sie gleich in die Vollen.  Die Stimme von Thomas Heinen korrespondiert perfekt mit dem Sound der Band und deckt das Spektrum von sanftem Liebeslied für 27jahre verheiratete über Interpretationen alter Bluesstandards in Stil der ‚Alten Meister‘  bis hin zu rockigen Stücken ab.

Tasteninstrumente sind normalerweise nicht so mein Fall, aber hier ist mit Markus Kraus jemand zur Band gestoßen der mich diese Einstellung überdenken lässt. Sein überaus bandtaugliches Spiel, genau und auf den Punkt, dezent im Hintergrund und wenn es sein muss in vorderster Reihe. Gratulation.

Die ‚Members of the old backline‘ standen zwar in hinterster Reihe konnten sich aber doch bestens in Szene.

Sascha Delbroucks Spiel mit den tiefen Tönen von gefühlvoll bis hart, von rockig bis jazzig, mit einem beeindruckenden Solopart.

Marcus Rieck an den Drums, immer souverän dabei, ob mit Drumsticks, Jazzbesen oder auch nur mal mit den bloßen Händen.

Der Major, was soll ich da sagen?

Gefühlte 20 Jahre war er weg, darüber musste ich mich aber in der Pause aufklären lassen, er hat erst 1999 BAP verlassen. In den 70er/80er war er neben Rory Gallagher einer meiner ersten Gitarrenheros. Das ein Deutscher Musiker, fast aus Köln 😉 , so spielen konnte, unglaublich,… und er kann es immer noch. Besser als je zuvor. Das sein, im Stil von Peter Green angedachter Song, dann doch nach Klaus Major Heuser klingt ist kein Makel, eher ein Beweis seiner stilistischen Selbstständigkeit. Wenn es ihn dann aus dem Sitz hebelt wird dem Zuschauer klar mit welchen Emotionen und welcher Energie da der Sechssaiter bedient wird.

Ein rundum gelungener, kurzweiliger Abend, der trotz fast 3 Stunden Show viel zu früh endete. Ich bin gespannt auf die neue CD und darauf was von dieser Lifeperformance das Studio überlebt. Doch da bin ich positiv wartend.

 

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